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Ergänzende Texte:


Der Text entspricht jenem der Publikation in der Zeitschrift "Russisches Archiv" aus dem Jahr 1908 (Nr. 12) und ist nur gering gekürzt.

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Ein Sittenbild des real verwahrlosten Sozialismus oder: die Tränen Russlands, gepresst zwischen zwei Buchdeckeln und abgefüllt auf mehrerere Flaschen Wodka.


Was hat das Werk von Venedikt Jerofejew mit den Dekabristen zu tun? Lesen Sie nach, was in der Piper-Ausgabe auf Seite 29 (Zeile 5) steht... (oder: wer war eigentlich Alexander Herzen? Wer war Tolstoi? Wer war Dostojewskij? Wer war Woloschin? Wer war die Zwetajewa? und: WER BIN EIGENTLICH ICH - UND WARUM????! - bin ich gerade SOOO?!!!!). Noch besser ist aber, Sie warten bis auf das Erscheinen meines Buches "DIE MURAWJOWS", dann erfahren Sie auch, wieso es ohne einen Murajow beinahe nicht zum Erscheinen des Werkes gekommen wäre.

Illustriertes Drama in 7 Szenen (für die Bühne übertragen und bearbeitet)


...die tägliche Dosis Wodka auf dem Weg zur Arbeit - oder das, was man damit bezeichnete.

der KOLLEKTIVE SUFF ALS LETZTE WAFFE DES Menschen GEGEN ZWANGSKOLLEKTIVIERUNG UND EHRVERLUST. Und dabei die Frage: WER IS HIER EIGENTLICH BESOFFEN - DIE ODER ICH? DER EINZELNE MENSCH IS IMMER NUR N STÜCK SCHEISSE - ABER DAS KOLLEKTIV, WENN ES BESOFFEN IST - DA TUN SICH HORIZONTE auf... Das lässt sich nur im Suff ertragen -echt! ....Prost!

1. Szene: Auftritt der Helden

2. Szene: Monolog eines Verachteten (oder verkannten Genies?)

3. Szene: Zwiegespräch mit Gott

4. Szene: Stationen und Erinnerungen

5. Szene: Diskurse im Zug

6. Szene: Ersoffene Hoffnung

7. Szene: Abschied vom Leben


"Ich weiß da ein Mädel in Petuschki - ein Mädel, - hA! das hat Augen, sage ich ihnen, die schimmern weiss, weisser als Schnee, und das hat einen Zuch drauf... Mann, wenn die ihr Glas kippt - das sieht aus, wie soll ich sagen: wie bei einer Pianistin! Wenn ich nach Petuschki komme und sie steht auf dem Bahnsteig - ich hoffe, sie steht auf dem Bahnsteig... Ach, schon der Gedanke daran macht, dass mir Pilze auf dem Rücken wachsen..."


z.B. Ursula Prem, nachzulesen unter: www.prembuch.de



Aus dem Tagebuch seiner Reise in den Kaukasus im Jahr 1820 (12 Seiten)

(...) Früh am Morgen brachten wir die Kutschen mit einem großen Boot ans andere Ufer, bis zu dem es 18 Werst waren, setzten uns daraufhin wieder in eine Schaluppe und reisten so bis Tscherkassk. Diese Stadt, inzwischen zur Stanitza degradiert, ist noch immer von mehr Wasser umgeben, als man es allgemein annimmt. Sie besteht derzeit aus etwa 700 Häusern, in denen u.a. auch einige alte Familien der Beamten wohnen, sofern sie nicht mit nach Neu-Tscherkassk umgezogen sind. Die Kirchen aber haben all ihren Reichtum behalten, um die Erinnerung daran festzuhalten, dass sich hier die erste Geburtsstätte der Donkosaken befindet. Mit einem Wort: das alte Tscherkassk bleibt uns sowohl für die russischen wie auch für die ausländischen Touristen als ewiges Denkmal erhalten. Nachdem wir alles besichtigt hatten, was es dort an Sehenswürdigkeiten zu bestaunen gab, begaben wir uns wieder auf das linke Donufer und trafen zeitgleich mit unseren Kutschen in Aksai ein.


zu Konstantin Aiwasowsky  (und dessen Zeit)   180 Seiten


von A.R. Tomilow (1839)                                       - ca. 30 Seiten -

(...) Die Neuigkeit des Eindrucks - das ist die Sprungfeder zum empfinden des Feinsten, sie ist unbezahlbar und bedeutet allein schon deshalb so viel, weil man nur in diesem Moment weiss - nicht nur, was man sieht, sondern auch wie man es sieht. Deshalb: sowie sich etwas neues im Empfinden des Poeten, des Künstlers regt, muss er eilen, die neuen Eindrücke so schnell wie möglich auf das Papier oder die Leinwand zu bannen. Nur dann, selbst wenn seine Möglichkeiten äußerst eingeschränkt sind, bleibt zumindest ein leichter Hauch von dem erhalten, was sich mehr oder weniger als Schönheit seines Empfindens widerspiegelt... Diese Schönheit ist der notwendige Keimstoff für die Schöpfungen des Feinsten, weil uns an einem Bild nicht der dargestellte Gegenstand begeistert, sondern die Frische, die Lebendigkeit und zu guter letzt auch die Wahrhaftigkeit der Erzählung oder des Dargestellten.

zu Woloschin  (und dessen Scherzen mit der Journaille)


Es hatte schon etwas leicht komisches an sich - dieses sogenannte letzte Duell zweier großer Literaten der russischen Literatur. Zum Glück gab es diesmal keine Verletzten, wenn man von den inneren Verletzungen absieht, die natürlich auch tödlich sein können. Schauplatz jenes für die Petersburger Gesellschaft des Jahres 1909 Aufsehen erregenden Ereignisses war der Ort, an dem annähernd 73 Jahr zuvor das berühmteste und zugleich tragischste Duell der russischen Literaturgeschichte stattgefunden hatte. Die Stelle lag etwas ausserhalb der City von St. Petersburg - am "Schwarzen Flüsschen"...

Zu einer Versöhnung zwischen Woloschin und Gumil'ew kam es während der Zeit des Bürgerkrieges in Feodossia - wo auch sonst.


Lyrik

nicht nur für die Sobanskaja (offiziell 1830)

"Was glaubst Du, Dir mein Name bringt?" Gedanken zu zwei Gedichten A. Puschkins, von denen einer vorgetragen wurde auf dem Internationalen Puschkinsymposium zu Leipzig im Herbst 2003 - 30 Seiten (mit signiertem Puschkin-Portrait) -    19,- €          

Kurzbiographien

Schamil    - ein Held des Islam

Schamil wurde in dem Ort Gimry (Daghestan) als Kind einer awarischen Familie geboren. Schon in seiner Kindheit soll er sich für die Predigten des Kasi-Mullah begeistert haben. Jener war der erste Verkünder des Heiligen Krieges gegen das russische Imperium in jenem Teil der muslimischen kaukasischen Gebiete, der die Macht des russischen Zaren zuvor anerkannt hatte... Im Dezember 1828 wurde Kasi-Mullah feierlich zum ersten Imam erklärt... Nach ihm wurde Gamsat-Bek der neue Imam, der sich allerdings selbst dazu ernannt hatte. Auch bei ihm wurde Schamil einer der fleissigsten Helfer. Als Gamsat-Bek im September 1834 in einer Moschee getötet wurde, setzte sich Schamil an die Spitze der Muriden, der Glaubenskrieger, und kämpfte die folgenden 25 Jahre mit wechselndem Erfolg gegen die russischen Truppen, die immer tiefer in die kaukasischen Wälder eindrangen, ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung zu nehmen. Dabei gelang es Schamil, die Völker des Kaukasus in einem Staatengebilde zu vereinen, an dem die russischen Militärs schier verzweifelten. Zur Entscheidungsschlacht kam es dann im Jahr 1859 am Gunib, einer uneinnehmbaren Festung im Zentralmassiv Daghestans. Der Gegner Schamils hieß diesmal General Barjatynskij...



                      Vincey-Collage zu "Insel Krim" von W. Axjonow



Ein Roman in 17 Kapiteln mit Epilog zu dem Geschehen in Russland nach Perestroika und Glasnostj, 445 S., Verlag "EKSMO" Moskau, 2007;          ISBN 978-5-699-22161-5



"... Danach sagte ihm der Kanzler: 'Eure Hoheit, die ersten Fünf auf dieser Liste müssen (aber) zum Tode verurteilt werden, sie sind die Rädelsführer; einer von ihnen hat sogar die Soldaten aufgehetzt - die Kommission hat hierfür Beweise, und Eurer Hoheit liegen hierzu Berichte vor.' Der Herrscher unterstrich die ersten fünf Namen und schrieb dahinter in Klammern: erschiessen. Für die übrigen setzte er noch hinzu: in die zweite Kategorie. Hätte Lopuchin gesagt:'Rylejew ist ein talentierter Schriftsteller', hätte der Herrscher seinen Namen gestrichen (...). Lopuchin war ein Mensch der alten Zeiten und las die neuen Poeten nicht; er kannte nicht einmal deren Namen. Die Alten hielten nur Dershawin für einen Poeten..." 







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